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Die bizarren Gesteinsformationen des Valle de Rockas vor der Gewitterfront waren noch ein schöner
Abschluss des Tages, wobei ein weiter fotografieren mit der Großformatkamera von extrem starken Sturmböen
verhindert wurde.
Im Hochland Boliviens ist der Wind und feiner Staub ein ständiger Begleiter. Die Langsamkeit einer Fachkamera
ist oft ein Vorteil, man verbringt dadurch mehr Zeit mit seinen Fotomotiven, die Windanfälligkeit und das Gewicht natürlich nicht.
Spät nachts erreichten wir unser Quartier am Rande der Uyuni unserem eigentlichen Reiseziel.
Nach ein paar Stunden Schlaf, brachen wir noch in Stock dunkler Nacht und bei eisiger Kälte auf.
Vor uns lag die Salar de Uyuni, der Welt größter Salzsee mit einer Ausdehnung von ca. 12000 Quadratkilometer, sie liegt
im Departement Potosi, auf 3653 Meter Seehöhe. Den heran brechenden Tag in der Uyuni zu erleben war sicherlich das
faszinierendste Erlebnis der ganzen Reise. Absolute Stille, keine Autos, Flugzeuge etc., keine Vögel, keine Grillen,
absolut nichts. Nur die scheinbar unendliche Weite der Uyuni. Mit dem Einsetzen der Dämmerung beginnt ein unheimlich
schönes Farbenspiel, allerdings von sehr kurzer Dauer. Sensationelle Fotobedingungen für einen Landschaftsfotografen, Tür auf, Stativ aufstellen,
Kamera rauf, und fotografieren. So macht die Großformatfotografie noch mehr Spaß.
Was für ein Tagesbeginn.
Die fotografisch weniger interessanten Mittagsstunden verbrachten wir auf Incahuasi, einer Insel im Salzsee.
Sie ist für ihre prachtvollen, bis zu eintausend Jahre alten Säulenkakteen bekannt. Allerdings herrscht auf ihr
ein reges Touristisches treiben, praktisch jede Jeeptour fährt die Insel an.